Warnung der Lehrergewerkschaften zum Schulanfang: Bundesweit fehlen bis zu 40.000 Lehrkräfte

  1. vielleicht wäre es ne top idee die lehrer/innen ganztägig zu beschäftigen - d.h. unterrichtsvorbereitung bezahlt und nicht innehalb der freizeit - das könnte den beruf für junge menschen weniger unattraktiv machen.

  2. Lehrer sind nach wie vor überbezahlt. Vielleicht sollte man einfach Leute einstellen, die nicht auf Lehramt studiert haben, sondern in der Wissenschaftn was geleistet haben.

  3. Der Beruf ist unattraktiv ? Besoldung bei A10 und aufwärts, Viel Ferien, Beamtenstatus, Mehr Pausen als jeder andere in der freien Wirtschaft Also was braucht es noch ? Und zum Thema unterrichtsvorbereitung mal unter uns als ob jede Unterrichtsstunde aufs neue vorbereitet wird.

  4. Meine two cents aus der Lehrpraxis zum Thema. 1) Die Besoldung ist ausreichend und nicht das Problem. Nur mit mehr Besoldung lockt man keine weiteren Studierenden. 2) Die Unterrichtspraxis wird zunehmend zehrend. Klassen von bis zu 30 SchülerInnen, davon eine Handvoll mit besonderem Förderbedarf (Stichwort Inklusion) und eine zweite Handvoll mit besonders 'engagierten' Eltern. Unterstützen müsste man da mit pädagogischen Mitarbeitern, die man oft vergeblich sucht. 3) Teilzeit geht nur mit gutem Grund (oft Kinder), wird aber von vielen Junglehrern gewünscht. Als Berufseinsteiger 25+- Wochenstunden vorzubereiten und sich in Themen einzuarbeiten, von denen man im Studium kaum was gehört hat, sorgt für Wochenarbeitszeiten von 60+ Stunden. Klar, Teilzeit sorgt für eine noch größere Personallücke, aber da muss man eben als Landesschulamt planen. 4) Die Anerkennung. Wie zehrend es ist, Teenager zu motivieren und sich mit Eltern zu plagen, wird oft nicht hinreichend geachtet. 5) Zentralisierung von Schulbüchern/Lehrplänen wäre endlich mal nötig, um nicht bei einem Schulwechsel arge Probleme zu bekommen. 6) Digitale Ausstattung der Schulen ist weiterhin grottig. Welcher Angestellte würde in der freien Wirtschaft noch mit Polyluxfolien arbeiten wollen? 7) Vom baulichen Zustand mancher Schulen sprechen wir lieber gar nicht erst. 8) Ausbildung muss praxisorientierter werden. Ich habe nach dem Studium in der Fachwissenschaft promotivert, in der Hinsicht war das Fachstudium super. Aber für den Großteil der Lehramtsstudierenden passt das nicht. Beispiel Gymnasiallehramt: grob 190LP Fachwissenschaft, 40LP Pädagogik. Und auch davon kaum dezidierte Vorbereitung auf den Schulalltag, sondern so Späße wie Schulgeschichte. Nur ein paar Baustellen, die zeigen, wie enorm der Handlungsbedarf ist. Dass es trotzdem ein toller und erfüllender Job ist, soll hier nicht untergehen. Aber eben ein Job, wo man die Rahmenbedingungen wirklich verbessern müsste, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

  5. Ich hab einen Master in Geschichte. Wollte als Seiteneinsteiger meine Kräfte in Unterrichten probieren. Keine Chance. In Berlin braucht man anscheinend überhaupt keine Lehrer, in Brandenburg nur auf dem Land und zwar 50-100 km von meinem Zuhause (Potsdam) entfernt.

  6. Kurzgeschichte aus der Wüste Deutschland: Meine Frau ist Lehrerin, wir haben zwei kleine Kinder und mussten aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in der Elternzeit umziehen. Nun sind die letzten 2 ordentlichen Versetzungsanträge (2021/2022) im gleichen Bundesland nicht durchgegangen und meine Frau kann nicht in der neuen Stadt anfangen zu arbeiten. 300km für ca. 25-40% Teilzeit täglich an den alten Wohnort zu pendeln ist keine Option.

  7. Ich bin ein Mann und wollte immer Grundschullehrer werden. Bin an der Uni, an der Genetikklausur und einer 20-seitigen Hausarbeit über die unterschiedliche philosophischen Ansätze von Nietsche und irgendnem anderen Typen gescheitert.

  8. -Lehramt sollte auch an Fachhochschulen unterrichtet werden, so wie Soziale Arbeit. -Als Grundschullehrer sollte eine Ausbildung/Weiterbildung ausreichen, ein Studium ist überqualifiziert für die „Zielgruppe“.

  9. Kann jedem nur dringend abraten diesen Beruf zu ergreifen, wenn er nicht zumindest ausreichend Türkisch oder Arabisch beherrscht

  10. Naja das kommt erstens stark auf die Schulform und zweitens stark auf die Stadt an. Drittens gibt es auch viele türkische und arabische Schüler die was lernen wollen und sehr gut deutsch sprechen.

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